Montag, 13. November 2017

Silberhochzeit

Am 03. Oktober 2017 feierten wir unsere Silberhochzeit. 25 Jahre, von denen jeder Tag ein Geschenk war. Niemand hätte je ahnen können, wo unsere Reise hingehen würde, wie sich unser Leben entwickeln würde, was wir je erleben würden...

Rückblickend können wir nur sagen: wir sind da, wo wir es nie erwartet hätten, erleben Dinge, von denen wir nur geträumt haben und tun Dinge, die wir uns selber nie zugetraut haben. Und wir glauben, dass das noch nicht alles ist. Das Beste kommt noch. Und darauf sind wir gespannt. 





Jahresrückblick 2016


Schon peinlich den Jahresrückblick 2016 jetzt zu posten. Aber der komplette Bericht war im Entwurf drin und ich habe ihn einfach vergessen zu posten. Trotzdem sind ein paar gute Erinnerungen dabei.

Januar

Im Januar war ich wegen den Nierensteinen nochmal in Deutschland. Dijana brachte mich dann zum Flughafen.

In der Zeit, wo ich in Deutschland war, erledigte Lilli den Papierkram für die Pflegschaft von Boaz. Mit zwei Monaten haben wir ihn bekommen.


Februar

Präsidentschaftswahlen in Uganda. Alles blieb ruhig. Nach 35 Jahren immer noch kein Wechsel.


März

Lilli´s Patienten. Bis zu fünf Kinder behandelt sie täglich.

Der Prado wird aufgerüstet: Ich brauche im Dunkeln mehr Licht und freie Fahrt.


April

Immer wieder geht was kaputt und muss repariert werden.

Getriebeschaden am Traktor

Viktor ist für ein Jahr gekommen. Er hilft mir bei allem, was anfällt. Danke, danke, danke Viktor!



Mai


Man hat mir eine Antilope gebracht. Ich habe sie in unsere Farm integriert.

Unsere Bohnen.

Napoleon, mein Geburtstagskuchen.


Juni


500 neue Kücken in unserer Farm.

Jemand brachte mir diesen Chamäleon.

Unsere Jungs beim Fussball spielen.

Überraschungsbesuch in Leipzig. Sina und Tabea feierten ihren Schulabschluss.

Fussball EM: Deutschland spielt.


Juli


Fünf Jungs, die in unserem Sponsorenprogramm waren, feiern ihren Abschluss an der "World od Life" Bibelschule.

Maisernte

Ein neuer Hühnerstall wird gebaut. Ein wichtiger Schritt in unserer Selbstversorgung.


August

Evangelisation in Busia.

Nicht selten haben wir Temperaturen um die 40°.

Joel ist unser Experte im Vorbereiten von Fischen aus unserem Fischteich. Macht auch mehr Spass wie Schule.


September

Mit Freunden beim Länderspiel Uganda gegen die Komoren.

Länderspiel in Uganda. Seit 38 Jahren hat Uganda sich wieder für die Afrika-Meisterschaft qualifiziert. 

Meine ersten Versuche mit einem Inkubator. Erinnerungen aus meiner Kindheit werden wach. Meine Eltern hatten auch einen in Moldawien.

Das Highlight im Jahr: das Kindercamp. Wir hatten an drei Tagen jeweils über 2000 Kinder da.


Oktober

Ein Mitarbeiter fing diesen Waran in der Nähe unserer Fischteiche.

Wenn der Sprit mal besonders günstig an einer Tankstelle ist, dann wird der Tank auch wirklich voll gemacht. Dazu braucht man einen Holzklotz, um das Fahrzeug in Schräglage zu bringen.

Zu viele Reparaturen an unseren Fahrzeugen. Ein neuer (Bj 2008) Van muss her.

Motorrad putzen, wird auch lieber gemacht als Schule.

Auf dem Village wird wieder gebaut. Eine Cottage für die Kinder und ein Wohnhaus für unsere Familie.


November

Den prayergarden nutzen wir immer wieder für ein paar ruhige Momente.



...und für eine Taufe.
27 Personen ließen sich taufen.


Was unsere Jungs am Liebsten machen: Motorrad fahren.

Dunkle Wolken ziehen auf. In der Regenzeit ein gewohntes Bild.

Ein Päckchen aus Deutschland voll mit Haribos, vielen Dank.


Ein Unternehmer aus Deutschland spendete uns eine Solaranlage. Nach Jahren haben wir endlich wieder genügend Strom.

Die Visa für Joy und Boaz sind genehmigt. Wir werden Weihnachten mit der ganzen Familie in Deutschland feiern.


Dezember


Seit Oktober 2015 wieder alle zusammen. Wir wünschen allen unseren Freunden, Bekannten und alle, die unseren blog besuchen ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest.

Danke für eure Gebete und Unterstützung.
Familie Kornelsen

Freitag, 20. Mai 2016

Mein Geburtstag


Gestern wurde ich 45. Hier mein Tagesablauf. Ein Tag zuvor bin ich schon mit Lilli und Boas nach Kampala zu einer Untersuchung. Außerdem hatten wir noch eine Frau mit einem kranken Kind mit, welches die gleiche Untersuchung bekommen sollte, wie Boas. Unser Termin war um 16:00 in Kampala Mitte. Einen guten bewachten Parkplatz fanden wir bei der Watoto-church, einer Kirchengemeinde, wo wir gerne mal zum Sonntaggottesdienst hinfahren. Die Klinik lag auf der anderen Straßenseite. Bis wir mit den Untersuchungen fertig waren, war es 20:00. Draußen alles dunkel, die Straßen voll vom Verkehr. Ich mag es nicht im Dunkeln durch Kampala zu fahren. „Das Böse lauert immer und überall“. Trotz stockenden Verkehrs sind wir doch nach ca. einer halben Stunde am Hotel (eine Unterkunft einer christlichen Organisation) angekommen. Eigentlich wollte ich mir noch das Europapokalendspiel anschauen, aber ich war zu müde. Boas schläft sehr unruhig, was ich natürlich durch meinen gesunden Schlaf nicht mitbekomme. Umso müder ist Lilli am nächsten Morgen. Dann der Morgen des 19. Mai. Ich bin 45. Erst einmal duschen. Ich geniesse das warme Wasser (welches wir auf dem Village nicht haben). Dann Frühstück. Ich esse ein Schälchen mit süssen Cornflakes (die Packung kostet 7.50€ im Supermarkt) und ein Toastbrot mit Marmelade. Lilli bestellt sich ein gebratenes Ei mit Toastbrot. Danach fahren wir zum IHK (Internationalen Hospital Kampala). Wir brauchen das Ergebnis einer Untersuchung, die wir vor 3 Wochen mit Boas gemacht haben. Ausserdem braucht Boas eine weitere Untersuchung, er hat seit 3 Wochen fast durchgängig Fieber. Die Frau mit dem 8 Monate altem Kind haben wir mit. Sie wartet im Imbissbereich der Klinik. Gegen 14 Uhr sind wir fertig, müde und hungrig. Der Verkehr ist recht gut, in wenigen Minuten sind wir an der Einkaufsmall. Wir finden ein Plätzchen in einem Cafe. Endlich Zeit, etwas abzuschalten und „Geburtstag“ zu feiern, Lilli Boas und ich. Die Mädels aus Deutschland rufen an und gratulieren. 




Dann Einkaufen. Viele Sachen bekommen wir in Busia nicht, deshalb machen wir dann meistens einen Großeinkauf. Für Fleisch und Sachen aus dem Kühlregal haben wir eine Kühlbox. Um 17:00 sitzen wir wieder im Auto in Richtung Village of Eden. Ca 4 Stunden Autofahrt liegen vor uns. Nach ungefähr einer Stunde macht mein Toyota Prado Probleme. Ein Gelenkstück der Kardanwelle ist gebrochen. Gott sei Dank ist ein Van von uns mit anderen Patienten und zwei freiwilligen aus den USA eine halbe Stunde hinter uns. Wir warten auf sie. Wir laden alle unsere Sachen in den ohnehin schon vollen Van um und fahren gegen 18:30 weiter. Unser Fahrer vom Van kümmert sich um meinen Prado, er bringt ihn zurück nach Kampala, lässt am nächsten Morgen das Gelenkstück auswechseln, und kommt am nächsten Tag wieder zurück. Ich muss den Van nach Hause fahren. Lilli und Boas sitzen vorne mit mir. Hinten sitzen eine Mitarbeiterin, die zwei jungen Leute mit jetleg aus den USA, drei Mutties mit kleinen Kindern und ein Jugendlicher mit ein paar Schienen und Stifte im Bein. Unterwegs ein Anruf aus Deutschland. Wie gut es ist mit Freunden zu reden. Es ist 21:30, als wir das Village erreichen. Ich kann meine Patienten nicht einfach irgendwo absetzen, also laden wir erst einmal alles aus, dann nehme ich einen Wächter und Alloys, einen einheimischen Jugendlichen, mit und wir bringen die Patienten nach Hause. Kurz nach elf bin ich wieder zu Hause. Eine kurze kalte Dusche und ich bin im Bett. Das war mein Geburtstag.


Trotzdem vielen Dank für die vielen Glückwünsche. Wir wissen, dass viele Freunde und Bekannte auf der ganzen Welt an uns denken und für uns beten.